Unser Verein

Ideenwerkstatt Lebens[t]raum e.V.

Der Verein Ideenwerkstatt Lebens[t]raum e.V wurde 1999 gegründet und unterstützt Kindergärten, Schulen und Kommunen bei der naturnahen Gestaltung von Spielräumen u. Freizeitflächen. Anliegen des Vereins ist es, Kinder mit ihren Spielbedürfnissen ernst zu nehmen und ihnen eine sinnvolle und nachhaltige Begegnung zwischen Natur und Mensch zu ermöglichen. Dabei wird in diesem Prozess mit allen "Beteiligten " – Kindern, Jugendlichen, AnwohnerInnen, Eltern, Pädagogen und Träger – zusammen gearbeitet; von der Planung bis zur Umsetzung! Durch die besondere Art der gemeinsamen Planung und Umsetzung werden Kinder und Jugendliche zu neuen Erfahrungen angeregt, Engagement, Wahrnehmungsfähigkeit und Selbstvertrauen werden gestärkt.

 

Ziel des Vereins ist es, naturnahe Lebensräume zu schaffen, in denen die NutzerInnen von der Planung bis zur Ausführung ihre Bedürfnisse, Interessen, Wünsche und Fähigkeiten einbringen können und auch sollen. Er versteht sich als "Geburtshelfer" (Initiator), als Mittler, der das Fachwissen bei der Planung und Umsetzung einbringt, um die Ideen aller Beteiligten zuerst in der Planung und dann in der Bauphase umzusetzen.

 

Folgende Prinzipien sind dabei grundsätzlich für den gesamten Prozess:

Partizipation

Partizipation steht im Vordergrund der gesamten Zusammenarbeit - gemeinsames Erarbeiten, Planen und Bauen des Spielfreiraumes. Dadurch wird eine Identifikation mit dem Spielfreiraum gestärkt, der Kontakt zwischen allen Beteiligten positiv beeinflusst und neben einer Menge Spaß auch Ziele erreicht, die eine ohne aktive Mitarbeit nicht finanzierbar wären.

Offenheit

Die Gestaltung soll keine Lenkung der Bedürfnisse, Interessen, Vorstellungen und Entscheidungen des Kindes vorgeben. Das Gelände soll sich durch eine „Angebotsstruktur“ auszeichnen, d.h. das Kind entdeckt Bewegungs- und Spielmöglichkeiten selbst und hat Lust und Freude, das Gelände und sich selbst immer wieder neu zu erforschen.

Soziale Integration

Alle Kinder müssen im Gelände ihren individuellen Zugang zum Spielen, zur Unterhaltung, Entspannung und sportlichen Betätigung finden. Durch die ganzheitliche Geländegestaltung werden unterschiedlichste Bedürfnisse der Kinder befriedigt. Kooperative Tätigkeiten können z.B. durch die Einrichtung von Begegnungsbereichen, Beobachtungsmöglichkeiten und Spielgeräten, die gemeinschaftliche Aktivitäten herausfordern, begünstigt werden.

Kalkulierter Erfahrungsraum

Die motorische Geschicklichkeit der Kinder wird gefördert und das Körperempfinden des Kindes ausgeprägt. Findlinge, Holzstämme und Erdmodellierungen laden zum Spiel ein und sind „gefährlich“ im Sinne der Entwicklungen der eigenen Fähigkeiten. Fähigkeiten der Orientierung, der Balance und des Springens werden tatsächlich herausgefordert und nicht nur angetippt. 

Seit der Vereinsgründung im Jahr 1999 haben wir mit mehr als 500 Einrichtungen im Großraum Ostwestfalen-Lippe zusammengearbeitet. Wir begleiten verschiedenste bekannte und größere Träger sozialer Einrichtungen, Kirchengemeinden, Elterninitiativen u.v.m. In Sonderprojekten wie z.B. Feriensielen, internationalen Workcamps und Stadtteilarbeit in sozialen Brennpunkten haben wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort kommunale Flächen umgestaltet. 


Ein Porträt zur 15 jährigen Vereinsgeschichte von Vera Westerwinter können Sie sich in diesem PDF ansehen.