… Das immer noch zunehmende Schwinden dieser Freiräume berührt mich persönlich und prägt zugleich meine berufliche Haltung.
Schon immer haben mich die Qualitäten von [Frei-]Räumen fasziniert – ihre Atmosphäre, ihre Wirkung auf Menschen und die Möglichkeiten, sie durch Gestaltung positiv zu beeinflussen. Für mich beginnt gute Planung vor allem mit Pflanzen, die Räume strukturieren, beleben und Identität stiften. Vegetation schafft Aufenthaltsqualität, fördert Biodiversität und stärkt die emotionale Bindung an einen Ort.
Als Mutter erlebe ich täglich, wie wichtig vielfältige, naturnahe Räume für Entwicklung, Begegnung und Wohlbefinden sind und deren Wirkung in alle Lebensbereiche eines Menschen ausstrahlen. Diese Erfahrungen fließen unmittelbar in meine Arbeit ein. Ich möchte Orte schaffen, die mehr sind als funktionale Flächen – Orte, die Möglichkeitsräume sind.
Funktionen und Nutzungen verstehe ich dabei nicht als starre Vorgaben, sondern als Potenziale. Gestaltung kann lenken, Impulse setzen und neue Möglichkeiten eröffnen. Besonders wichtig ist mir die Multifunktionalität: Räume dürfen offen bleiben für Nutzungen, die wir heute vielleicht noch gar nicht voraussehen. Gerade darin liegt ihre Lebendigkeit.
In der Ideenwerkstatt Lebens[r]traum bin ich seit 2012 aktiv. Mein Ziel ist es, Wohlfühlatmosphären zu schaffen – Räume zum Spielen, Lernen, Naturerleben, zur Selbstwahrnehmung und Begegnung. Der Geist des Ortes spielt dabei eine zentrale Rolle. Ihn wahrzunehmen, weiterzudenken und gleichzeitig die Stimmen der heutigen und zukünftigen Nutzenden einzubeziehen und sie in ihrer aktiven Gestalterrrolle zu unterstützen, empfinde ich als spannende Herausforderung – und als große Freude in meiner Aufgabe als Planerin.
